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Ursachenbeseitigung statt Symptombekämpfung (I) !

29.01.2015 12:47

Oft genug sind wir im täglichen Leben gezwungen, bloß die Symptome zu behandeln, weil wir die Ursachen dafür ganz einfach nicht kennen. Das ist allerdings regelmäßig eine Sisyphusarbeit. Es kostet viel Energie, Nerven und löst das Problem nicht nachhaltig.

Unverständlich wird es aber besonders dann, wenn die Ursachen klar ersichtlich auf dem Tisch liegen, aber niemand etwas dagegen unternimmt. Beispiel gefällig?

Die UNO und die syrische Flüchtlingskatastrophe. Der syrische Bürgerkrieg wäre ganz klar vermeidbar gewesen, durch ein UNO-Mandat der Weltgemeinschaft. Wäre dort rechtzeitig eine Friedenstruppe in ausreichender Größe einmarschiert, wären sowohl der Diktator Assad, als auch die gegnerischen Islamisten nicht in der Lage gewesen, aneinander zu geraten und so Millionen Menschen aus Syrien zu vertreiben. Alle Nachbarstaaten und auch Europa leiden seither unter dem Flüchtlingsstrom, ganz zu schweigen von den Syrern selbst.

Die UNO konnte aber ihre Friedenstruppe nicht in Bewegung setzen, weil es das Vetorecht der im Sicherheitsrat vertretenen Staaten gibt. Ein einzelnes Veto kann jeden noch so vernünftigen UNO-Beschluss verhindern.

Diese Art der Entscheidungsfindung oder besser Verhinderung ist jedoch keineswegs zeitgemäß, sondern autoritär. Je größer und umfassender eine Organisation ist, desto unwahrscheinlicher ist eine Einstimmigkeit. Das Vetorecht erschwert das Weiterkommen und damit die Evolution. Ein einziger „Querulant“ verhindert alle und alles.

Der Lösungsvorschlag ist so einfach und simpel, dass man ihn nicht einmal in den Mund zu nehmen wagt. Warum stellt man die UNO-Beschlüsse nicht einfach auf qualifizierte Mehrheiten um? Diese haben sich im Gesellschaftsrecht international bewährt, seien es 2/3 oder ¾ oder sogar 90%-Mehrheiten, die eben dann ihren Willen durchsetzen können. Auch gegen einzelne, verbleibende „Querulanten“.

Man könnte diese Mehrheiten qualifizieren und quantifizieren, sohin nicht bloß nach Köpfen, sondern in einer zweiten Ebene auch noch nach Anzahl der Bevölkerung der jeweiligen Staaten. Man könnte sich auch noch die wirtschaftliche Potenz der einzelnen Länder einfallen lassen, wo in einer weiteren Ebene das Brutto-National-Produkt des Landes auch gewichtet mitstimmen kann. Weitere Kriterien sind denkbar, möglich und erwünscht.

Es kann aber nicht sein, was derzeit ist: Ein einziger Staat im Sicherheitsrat verhindert mit einem Veto das Friedensmandat und die Landesbevölkerung, alle benachbarten Staaten und schlussendlich auch Europa hat die Wahnsinnskriegsfolgen und den Flüchtlingsansturm zu tragen und zu bezahlen.

Wenn die UNO nicht die

UnNötigste Organisation der Welt

werden will, muss sie zu demokratischen, qualifizierten Entscheidungen finden und den antiquierten Autoritätsanspruch der arroganten „Sicherheitsmächte“
( - was für ein Widerspruch! - ) endlich überwinden.

Also, so denkt sich Ihr Dr. W. ganz idealistisch, wäre ja dann wohl überhaupt kein Krieg mehr möglich, oder?

Irgendwann muss die Vernunft ja siegen, vor allem, wenn die Ursache am Tisch liegt und bekannt ist, denkt sich Ihr

ergebener Dr. W.