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Nomenklatura - unser Staat?

03.02.2006 08:00

Es gibt also ein Volk, dieses bildet einen Staat und dieser erhält Macht. Die Staatmacht. Um nicht zu sagen Staatsgewalt.

In Wirklichkeit verwaltet eine Nomenklatura diesen Staat. In vielen Bereichen nahezu unabhängig von den politischen Köpfen, die diesen Staat eigentlich führen sollten. Das „Tagesgeschäft“ der Nomenklatura ist mächtiger, allgegenwärtig, erfordert viel Detailwissen über Zustände und Abläufe und es ist vor allem eines: undurchsichtig! Um die Macht der Nomenklatura nicht nur zu schützen, sondern sie weiter und weiter auszuweiten, werden jede Menge von Gesetzen, Verordnungen und Erlässen produziert. Sollte das undurchsichtige Dickicht einer staatlichen Logistik nicht mehr ausreichen, wende man sich an Brüssel. Dort herrscht die Mega-Nomenklatura völlig uneingeschränkt von jedem Volk und jedem Staat für sich selbst. Von dort kann man sich immer wieder neue, legistische Undurchsichtigkeiten und undurchdringbares Dickicht holen.

Wie aber behandelt diese Nomenklatura die einzelne Einheit eines Volkes, sprich den Staatsbürger?
Aus der Sicht der Wirtschaft kommt man hier zu völlig verblüffenden Erkenntnissen: jeder Unternehmer weiß, dass der Kunde König ist, den Umsatz und schlussendlich den Ertrag bringt und daher im Mittelpunkt des Unternehmens und auch der persönlichen Wertschätzung zu stehen hat. Ein Kunde ist also allgemein beliebt, wird gesucht, wird hofiert. Man gibt sogar Unmengen von Werbegeldern aus, um an ihn heran zu kommen und seine Zuneigung zu gewinnen.

Nicht so beliebt sind die Kostenverursacher, welche keinen Umsatz bringen. Hier wird gespart, was das Zeug hält. Es wird rationalisiert, vereinfacht, alles Unnötige fliegt raus. Alles, was Kosten verursacht wird möglichst gemieden.

Das sind die Grundsätze des wirtschaftlichen Denkens der Unternehmer. Sie fördern die Kunden und die Einnahmen und sie vermeiden die Kosten.

Schaut man sich dem gegenüber an, wie unsere Nomenklatura, der Staatsapparat, seine Bürger behandelt, kommen einem bald Zweifel:

Ein Asylant , also ein Mensch, der nicht aus dem eigenen Volk kommt und für dieses Staatswesen bis dato nichts geleistet hat, sohin noch nie Kunde war oder ist, erhält vom Staat:

  • freie Unterkunft
  • freie Bekleidung
  • freie Verpflegung
  • freie Medikamente
  • freie ärztliche Betreuung
  • etc.

dafür darf er aber keinesfalls etwas arbeiten.

Ein Arbeitsloser, der früher Kunde war, jetzt aber nicht mehr, erhält vom Staat:

  • Arbeitslosenunterstützung Arbeitslosenunterstützung
  • AMS-Beratung dahingehend, was er tun muss, um möglichst lange diese Arbeitslosenunterstützung zu erhalten
  • danach Notstandshilfe

dafür muss er sich einen Arbeitsplatz nur anschauen , diesen aber nicht nehmen, weil er „unzumutbar“ ist.

Ein Unternehmer, der schon immer ein guter Kunde war, auch ein guter Kunde ist und auch in Zukunft ein guter Kunde sein wird, bekommt:

  • nichts geschenkt
  • wirklich keinen einzigen Deka.
  • dafür muss er durchschnittlich 60 Stunden die Woche arbeiten
  • trägt das volle Risiko seiner Existenz über die Gläubigerbanken
  • bekommt von der Nomenklatura jeden Knüppel zwischen die Beine geworfen,  den diese nur finden kann
  • bekommt das undurchsichtige Dickicht der Nomenklatura jeden Tag 10-mal um die Ohren gehauen
  • wird bei geringster Unkenntnis der Legistik oder geringfügigen Übertretungen wie ein Schwerverbrecher behandelt und sanktioniert
  • wird vielfach als unsolidarischer Ausbeuter gesehen und behandelt
  • und muss sich gegenüber der Nomenklatura jeden Tag 15-mal dafür entschuldigen, dass er der Trottel ist der den Wagen zieht und das Geld an den Staat liefert.

Dr.W fragt sich daher: Ist an diesem System nicht irgendwie irgendetwas falsch?

Mailen Sie uns wie es weiter geht : office@weinhandl.com

Ihr ergebener Dr. W. !